Foto des Monats November 2013

 

 

 

Nur noch wenige Meter Fahrt haben Triebwagen 1056 und sein Beiwagen 2266 auf SL 9 am 09. November 1979 vor sich, dann haben sie aus Dinslaken kommend die Endschleife in Huckingen erreicht.


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GTw 1056 gehört zu der 1966/67 von DÜWAG ausgelieferten Sechsachser-Serie 1056 bis 1076, der größten zusammenhängenden Triebwagenserie der DVG. Die ersten waren noch als 56ff. beschriftet, ehe nahezu der gesamte Straßenbahn-Wagenpark noch im gleichen Jahr um 1000 erhöhte Wagennummern erhielt. 1966 wurden die GTw 1056 und 1057 durch Einfügen eines Mittelteils zu Achtachsern verlängert, 1968 folgten die GTw 1058 bis 1073, 1972 die GTw 1074 bis 1076. Mit der Eröffnung der Duisburger U-Bahn am 11. Juli 1992 war dann das Aus für die restlichen noch verbliebenen Triebwagen gekommen, von denen u.a. GTw 1056 nach Dessau gelangte, dort wurde er zum Wagen 011.


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In den Jahren 1954/55 beschaffte die DVG bei der Deutsche Waggon- und Maschinenfabrik (DWM), Berlin, zwölf vierachsige Einrichtungs-Großraumbeiwagen, die sogenannten “Berliner Beiwagen“, die die Wagennummern 266 bis 277 (1966 = 2266 bis 2277) erhielten.  Die qualitative Ausführung war bei diesen Beiwagen jedoch nicht zufriedenstellend, sodass sie schon in den 1960er Jahren mit DÜWAG-Drehgestellen und teils mit neuen Falttüren ausgestattet werden mussten. Auch litten die Wagen unter fortwährenden Korrosionsschäden. Dies führte bereits im Jahre 1975 zur Ausmusterung der Bw 2273 und 2276, außerdem mussten die Wagen 268 (1962) und 2270 (1977) nach Unfällen bzw. Wagen 2269 (1983) nach dem Brand im Betriebshof Grunewald verschrottet werden. Die übrigen Wagen wurden in den Jahren 1982 bis 1986 nach Ablauf der Fristen ausgemustert.


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 Foto und Text von Winfried Roth